Schmecken soll es - und gesund muss es sein!
Mit dem Übergang zur Gabe von Beikost
nimmt ihr Baby erstmalig "richtiges" Essen zu sich. Wie eine sinnvolle
schrittweise Umstellung aussehen kann und die Babyernährung so
bereichert werden kann erfahren Sie durch unseren Ratgeber.
Schließlich haben wir einige erprobte Rezepte
für Babys
für Sie
aufgeschrieben - bereit zum Nachkochen für eine gesunde
Babyernährung
Vom Umgang mit scheinbaren Fütterstörungen
„Bekommt mein Baby genug zu essen?“ Dass Sie sich diese Frage
stellen ist ganz normal, obwohl es aller meistens gar nicht nötig ist.
Bewertet
der Kinderarzt die Gewichtszunahme Ihres Babys als ausreichend – dann
sollten Sie dem Urteil des Spezialisten glauben. Sollten ihm
irgendwelche Defizite auffallen: er wird diese therapieren.
Bewahren Sie Ruhe und werden Sie sich vielmehr der großen
Emotionalität und Zuwendung des Fütterns bewusst: Gestalten Sie die
Babyernährung als schönes und stressfreies Ritual für Ihr Baby und Sie!
Vom Umstieg auf "normale" Nahrung
Vorerst sollte man erst mal erwähnen, dass der Umstieg von
Stillen auf „normale“ Nahrung erst nach ca. 6 + X Monaten erfolgen
sollte. Die Muttermilch ist eine optimal ausgewogene und optimale
Nahrung und das eben auch über einen längeren Zeitraum. Eine Mutter
kann im Normalfall 6 Monate + X stillen. Viele Ärzte oder sogenannte
Fachleute möchten eine Beikost aus dem Gläschen schon nach ca. 4
Monaten einführen, das Problem ist allerdings das ein Baby im 4.
Lebensmonat noch gar nicht fähig ist mit dem Löffel zu essen da es noch
darauf konzentriert ist zu saugen. Zudem kann eine zu schnelle
Umstellung vom Stillen auf Gläschen Allergien auslösen und führt zu
einer unnötigen Belastung der Nieren, zudem überfordert es die unreifen
Darmzyme. Der Darm eines Neugeborenen bzw. Kleinkinds muss langsam an
die Verdauung und Verarbeitung von „normaler“ Nahrung herangeführt
werden. Alles andere führt zu Blähungen und das zu viel weinen und
schreien.
Wenn es dann aber mal soweit ist, dann sollten sie anfangs nur Gemüse
oder Obst für eine Mahlzeit verwenden. Sie müssen auch nicht immer
Gläschennahrung aus dem nächsten Babyshop
verwenden, Karotten kann man selbst kleinschneiden bzw. Raspeln und
dann zu einem Brei kochen, Sie müssen nur darauf achten nicht zu
würzen, Babys schmecken 120mal intensiver als Erwachsene.
Folgenden ungefähren Zeitplan können Sie versuchen einzuführen:
Mit Ende des 5. Lebensmonat können Sie beginnen mittags einen
Karottenbrei anstelle einer Milchmalzeit zu füttern, bitte haben Sie
Geduld dabei das Baby kann nicht wie Sie mit dem Löffel umgehen, vor
allem wird auch die neue Sicht auf die Umgebung von einem Hochstuhl
interessanter sein als Essen. Die Umstellung kann zwischen 2 und 3
Wochen dauern. Danach können Sie damit beginnen als Mahlzeit am
Nachmittag einen Obstbrei und am Abend einen Getreide-Obstbrei, auch
zusätzlich zur Brust, zu füttern.
Mit dem 7.Monat können
Sie beginnen 2x pro Woche Möhrenbrei gemischt mit Fleisch (natürlich
auch püriert) zu füttern. Aber auch hier nicht vergessen nicht zu
würzen.
Mit dem 10. Monat kann die Umstellung von Brei auf normale Familienkost begonnen werden.
Weitere wichtige und vor allem interessante Informationen zur Babyernährung oder -pflege finden Sie auch hier.